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Strom: Der Stand der Dinge

15.01.2026
Gut, aber noch nicht gut genug: Im Jahr 2025 erzeugten erneuerbare Energieträger in Italien nach ersten vorläufigen Zahlen des gesamtstaatlichen Netzbetreibers Terna rund 126,6 Terawattstunden (TWh) Strom. Zwar legte die Solarenergie deutlich zu und erreichte eine Jahresproduktion von 44,3 TWh, zugleich ging die Stromerzeugung aus Wasserkraft gegenüber 2024 jedoch um zehn TWh zurück. Insgesamt deckten erneuerbare Energien damit 40,8 Prozent der italienischen Stromnachfrage ab – und damit sogar etwas weniger als im Jahr zuvor (2024: 41,2 Prozent).

Soll Italien seine Klimaziele erreichen, reicht dieses Niveau nicht aus. Laut dem nationalen Energie- und Klimaplan (Piano Nazionale Integrato per l’Energia e il Clima, PNIEC) sollen erneuerbare Energien bis 2030 bereits 55 Prozent der gesamten Stromnachfrage decken. Der Ausbau müsste sich dafür in den kommenden Jahren deutlich beschleunigen.

Wie volatil die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen ist, zeigen die Terna-Daten im Jahresverlauf. Ihren Höchststand erreichte die Quote in der Woche vom 28. April bis zum 4. Mai: Mit 60,5 Prozent deckten erneuerbare Energien damals den Großteil der Nachfrage. Am anderen Ende der Skala lag die vorletzte Kalenderwoche im Dezember, in der ihr Anteil auf lediglich 23,6 Prozent fiel. Insgesamt überschritt der Anteil der Erneuerbaren in nur neun Wochen die Marke von 50 Prozent – deutlich weniger als im Jahr 2024 (zwölf Wochen).

Einen Ausnahmefall markierte der 25. Mai: An diesem Tag stammten 77 Prozent des in Italien verbrauchten Stroms aus erneuerbaren Quellen. Den größten Beitrag lieferten Photovoltaikanlagen mit 28,2 Prozent, gefolgt von Wasserkraft (24,1 Prozent) und Windenergie (16,4 Prozent). Insgesamt wurden an diesem Tag landesweit rund 600 Gigawattstunden Strom verbraucht.

Aktuelle und detaillierte Daten zum italienischen Strommarkt stellt Terna auf der eigenen Website zur Verfügung.
 
 
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