Strom: Beispiel Spanien
03.04.2026
Während Italien weiterhin stark von Gas abhängig ist, profitiert Spanien zunehmend von einem Energiemix, der auf erneuerbaren Quellen basiert. Diese strukturellen Unterschiede schlagen sich unmittelbar in den Preisen nieder. So lag der gesamtstaatliche Strompreis (PUN) am 31. März in Italien bei über 150 Euro pro Megawattstunde. Im Jahresdurchschnitt 2025 betrug dieser Wert 115 Euro/MWh, und im März 2026 stieg der Strompreis – aufgrund des Kriegs in der Golfregion und stark steigender Gaspreise – auf über 143 Euro an. Seit Jahresbeginn entspricht das einem Preisanstieg von etwa 42 Prozent.
Die Hauptursache dafür ist die hohe Abhängigkeit vom fossilen Gas, das immer noch eine zentrale Rolle im italienischen Strommix spielt. Zwar decken erneuerbare Energien inzwischen etwa 43 Prozent des nationalen Strombedarfs, doch reicht dieser Anteil nicht aus, um die Preisbildung maßgeblich zu entkoppeln. In einem Markt, in dem Gaskraftwerke im sogenannten Merit-Order-System häufig den entscheidenden Grenzpreis bestimmen, bleibt der Strom weiterhin teuer – selbst wenn ein wachsender Anteil aus erneuerbaren Energien mit niedrigen Stromgestehungskosten stammt.
Ein völlig anderes Bild zeigt sich in Spanien. Dort lag der Strompreis am 31. März bei lediglich 7,56 Euro (!) pro Megawattstunde – ein drastischer Rückgang von rund 92 Prozent seit Jahresbeginn. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequenten energiepolitischen Ausrichtung. Erneuerbare Energien machten zuletzt rund 70 Prozent der spanischen Stromproduktion aus. Zusammen mit der Kernenergie, die etwa 15,8 Prozent beisteuert, erreicht Spanien einen Anteil von rund 85 Prozent emissionsfreier Stromerzeugung. Gas spielt dagegen nur eine Nebenrolle und deckte am 30. März etwa 13 bis 14 Prozent der gesamten Stromnachfrage in Spanien. Spanien gelingt es damit, die Volatilität der internationalen Gasmärkte weitgehend vom Strompreis zu entkoppeln. „Das Wachstum von Wind- und Solarenergie in Spanien hat den Einfluss teurer fossiler Kraftwerke auf den Strompreis seit 2019 um 75 Prozent verringert. Die Zahl der Stunden, in denen sich der Strompreis an Gaskraftwerken orientierte, ging schneller zurück als in anderen gasabhängigen Ländern wie Italien und Deutschland“, heißt es in einem Bericht des Energiethinktanks Ember, der im Oktober 2025 veröffentlicht wurde.
Die aktuell niedrigen Strompreise in Spanien sind somit sowohl auf günstige Wetterbedingungen – etwa hohe Sonneneinstrahlung und starke Winde – als auch auf langfristige strukturelle Veränderungen zurückzuführen. Italien hingegen steht vor der Herausforderung, seine Energieversorgung schneller zu diversifizieren. Der Vergleich zeigt: Der Weg zu günstigen Strompreisen führt über den Ausbau erneuerbarer Energien – und die Abkehr vom fossilen Gas als preissetzendem Faktor.
Die Hauptursache dafür ist die hohe Abhängigkeit vom fossilen Gas, das immer noch eine zentrale Rolle im italienischen Strommix spielt. Zwar decken erneuerbare Energien inzwischen etwa 43 Prozent des nationalen Strombedarfs, doch reicht dieser Anteil nicht aus, um die Preisbildung maßgeblich zu entkoppeln. In einem Markt, in dem Gaskraftwerke im sogenannten Merit-Order-System häufig den entscheidenden Grenzpreis bestimmen, bleibt der Strom weiterhin teuer – selbst wenn ein wachsender Anteil aus erneuerbaren Energien mit niedrigen Stromgestehungskosten stammt.
Ein völlig anderes Bild zeigt sich in Spanien. Dort lag der Strompreis am 31. März bei lediglich 7,56 Euro (!) pro Megawattstunde – ein drastischer Rückgang von rund 92 Prozent seit Jahresbeginn. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer konsequenten energiepolitischen Ausrichtung. Erneuerbare Energien machten zuletzt rund 70 Prozent der spanischen Stromproduktion aus. Zusammen mit der Kernenergie, die etwa 15,8 Prozent beisteuert, erreicht Spanien einen Anteil von rund 85 Prozent emissionsfreier Stromerzeugung. Gas spielt dagegen nur eine Nebenrolle und deckte am 30. März etwa 13 bis 14 Prozent der gesamten Stromnachfrage in Spanien. Spanien gelingt es damit, die Volatilität der internationalen Gasmärkte weitgehend vom Strompreis zu entkoppeln. „Das Wachstum von Wind- und Solarenergie in Spanien hat den Einfluss teurer fossiler Kraftwerke auf den Strompreis seit 2019 um 75 Prozent verringert. Die Zahl der Stunden, in denen sich der Strompreis an Gaskraftwerken orientierte, ging schneller zurück als in anderen gasabhängigen Ländern wie Italien und Deutschland“, heißt es in einem Bericht des Energiethinktanks Ember, der im Oktober 2025 veröffentlicht wurde.
Die aktuell niedrigen Strompreise in Spanien sind somit sowohl auf günstige Wetterbedingungen – etwa hohe Sonneneinstrahlung und starke Winde – als auch auf langfristige strukturelle Veränderungen zurückzuführen. Italien hingegen steht vor der Herausforderung, seine Energieversorgung schneller zu diversifizieren. Der Vergleich zeigt: Der Weg zu günstigen Strompreisen führt über den Ausbau erneuerbarer Energien – und die Abkehr vom fossilen Gas als preissetzendem Faktor.
