Here Comes the Sun
15.07.2025
Im Juni 2025 erreichte die Solarenergie zum ersten Mal den Spitzenplatz im Strommix der Europäischen Union. Laut der Energie-Denkfabrik Ember generierte die EU im Juni 22,1 Prozent ihres Stroms aus Solarenergie – das entspricht 45,4 TWh – und überholte damit die Kernenergie (21,8 Prozent) und die Windkraft (15,8 Prozent). In 13 EU-Staaten – etwa in Deutschland und Spanien, in den Niederlanden oder in Schweden und in Polen – übertraf der Solaroutput sogar alle bislang gemessenen Produktionszahlen. Gründe für den Solarboom sind, laut Ember, die hohe Sonneneinstrahlung und der Zubau von PV-Anlagen.
Eine weitere positive Nachricht: Die Kohleverstromung sank im Juni auf nur 6,1 Prozent des europäischen Strommixes (Deutschland 12,4 Prozent, Polen 42,9 Prozent, Dänemark 3,3 Prozent, Spanien 0,6 Prozent). Im Juni 2015 – also vor zehn Jahren – betrug der Anteil der Kohleverstromung EU-weit noch zirka 25 Prozent.
Dennoch erzeugten fossile Brennstoffe im Juni 2025 immer noch 23,6 Prozent (48,5 TWh) des in der EU produzierten Stroms. Im ersten Halbjahr 2025 war die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen – und das betraf vor allem den Energieträger Gas – um 13 Prozent (+45,7 TWh) höher als im Vergleichszeitraum 2024. Dieser Anstieg lässt sich, laut Ember, teilweise durch die – wetterabhängige – geringere Stromerzeugung aus Wasserkraft und Windkraft erklären.
Die Stromnachfrage setzt ihren Aufwärtstrend ungebremst fort. Im ersten Halbjahr 2025 verbrauchte die EU 1.313 TWh Strom, was einem Anstieg von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In fünf der ersten sechs Monate des Jahres 2025 war die Nachfrage höher als im jeweiligen Vorjahresmonat 2024.
„Europa entwickelt sich zu einer Solarenergie-Großmacht. Die europäischen Länder nutzen die reichlich vorhandenen Sonnen- und Windressourcen wie nie zuvor. Das Wachstum kostengünstiger erneuerbarer Energien befreit das Energiesystem Europas allmählich von den Schwankungen der Preise für fossile Energien. Die große Chance besteht nun darin, Batteriespeicher und Flexibilität hinzuzufügen, um die Nutzung erneuerbarer Energien auf die Morgen- und Abendstunden auszuweiten, in denen fossile Brennstoffe noch immer für hohe Strompreise sorgen”, erklärt dazu Chris Rosslowe, Senior Energy Analyst bei Ember.
Die internationale Denkfabrik Ember sammelt und analysiert mit modernster Technologie Daten zum globalen Energiesektor und zum Klimaschutz und macht Forschungsergebnisse so transparent wie möglich zugänglich. Ember wurde 2008 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf die Analyse, Überwachung und Reform des EU-Kohlenstoffmarktes. Mit Stromanalysten und anderen Mitarbeitern ist Ember in der EU, in Großbritannien, der Türkei, Indien, China und in Indonesien vertreten.
Der Solarboom betrifft auch Italien. Im Juni wurden – laut dem Übertragungsnetzbetreiber Terna – 23,6 Milliarden kWh Strom erzeugt. Erneuerbare Energien deckten in diesem Monat 48,5 Prozent des Strombedarfs (im Juni 2024 waren es 52,4 Prozent). In den ersten sechs Monaten des Jahres verzeichnete die Stromerzeugung aus Photovoltaik mit über 22 TWh (+23,1 Prozent ) in Italien einen Rekordwert und zog damit zum ersten Mal mit der Wasserkraft gleich. Insgesamt deckten erneuerbare Energien in den Monaten Januar bis Juni 42 Prozent des italienischen Strombedarfs.
Eine weitere positive Nachricht: Die Kohleverstromung sank im Juni auf nur 6,1 Prozent des europäischen Strommixes (Deutschland 12,4 Prozent, Polen 42,9 Prozent, Dänemark 3,3 Prozent, Spanien 0,6 Prozent). Im Juni 2015 – also vor zehn Jahren – betrug der Anteil der Kohleverstromung EU-weit noch zirka 25 Prozent.
Dennoch erzeugten fossile Brennstoffe im Juni 2025 immer noch 23,6 Prozent (48,5 TWh) des in der EU produzierten Stroms. Im ersten Halbjahr 2025 war die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen – und das betraf vor allem den Energieträger Gas – um 13 Prozent (+45,7 TWh) höher als im Vergleichszeitraum 2024. Dieser Anstieg lässt sich, laut Ember, teilweise durch die – wetterabhängige – geringere Stromerzeugung aus Wasserkraft und Windkraft erklären.
Die Stromnachfrage setzt ihren Aufwärtstrend ungebremst fort. Im ersten Halbjahr 2025 verbrauchte die EU 1.313 TWh Strom, was einem Anstieg von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. In fünf der ersten sechs Monate des Jahres 2025 war die Nachfrage höher als im jeweiligen Vorjahresmonat 2024.
„Europa entwickelt sich zu einer Solarenergie-Großmacht. Die europäischen Länder nutzen die reichlich vorhandenen Sonnen- und Windressourcen wie nie zuvor. Das Wachstum kostengünstiger erneuerbarer Energien befreit das Energiesystem Europas allmählich von den Schwankungen der Preise für fossile Energien. Die große Chance besteht nun darin, Batteriespeicher und Flexibilität hinzuzufügen, um die Nutzung erneuerbarer Energien auf die Morgen- und Abendstunden auszuweiten, in denen fossile Brennstoffe noch immer für hohe Strompreise sorgen”, erklärt dazu Chris Rosslowe, Senior Energy Analyst bei Ember.
Die internationale Denkfabrik Ember sammelt und analysiert mit modernster Technologie Daten zum globalen Energiesektor und zum Klimaschutz und macht Forschungsergebnisse so transparent wie möglich zugänglich. Ember wurde 2008 gegründet und konzentrierte sich zunächst auf die Analyse, Überwachung und Reform des EU-Kohlenstoffmarktes. Mit Stromanalysten und anderen Mitarbeitern ist Ember in der EU, in Großbritannien, der Türkei, Indien, China und in Indonesien vertreten.
Der Solarboom betrifft auch Italien. Im Juni wurden – laut dem Übertragungsnetzbetreiber Terna – 23,6 Milliarden kWh Strom erzeugt. Erneuerbare Energien deckten in diesem Monat 48,5 Prozent des Strombedarfs (im Juni 2024 waren es 52,4 Prozent). In den ersten sechs Monaten des Jahres verzeichnete die Stromerzeugung aus Photovoltaik mit über 22 TWh (+23,1 Prozent ) in Italien einen Rekordwert und zog damit zum ersten Mal mit der Wasserkraft gleich. Insgesamt deckten erneuerbare Energien in den Monaten Januar bis Juni 42 Prozent des italienischen Strombedarfs.
