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Pressemitteilung 03.11.2014 - Smart Grid - Anfrage aus Brüssel

Die Südtiroler „Smart-Grid“-Initiative sorgt inzwischen europaweit für Aufsehen. In einer Diskussionsrunde mit Energieversorgern aus Norwegen, Schweden, Finnland, Österreich und Südtirol diskutierten Spitzenbeamte der Generaldirektion Energie der Europäischen Kommission kürzlich in Brüssel lokale Lösungen und Herausforderungen im Energiebereich. Besonders interessiert zeigte sich dabei der für den Zukunftsbereich Smart Grids („Intelligente Netze“) verantwortliche Direktor Manuel Sánchez-Jiménez an der Südtiroler Smart-Grid-Initiative. Dieses ambitionierte Innovationsprojekt wurde vom Südtiroler Energieverband (SEV) gemeinsam mit lokalen Energieversorgern und Unternehmen entwickelt. Zu dem hochrangig besetzten Treffen in Brüssel hatte der europäische Verband der unabhängigen Strom- und Gasverteilerunternehmen (GEODE) geladen. Der Südtiroler Energieverband ist nicht nur GEODE-Mitglied – die SEV-Führung ist auch in den Leitungsgremien von GEODE vertreten.

Durch die flächendeckende Installation „intelligenter“ Stromzähler nimmt Italien in Europa eine Vorreiterrolle ein. Die Südtiroler Smart-Grid-Initiative geht noch einen Schritt weiter und will einen kontinuierlichen Datenaustausch zwischen Stromverteilern und Konsumenten ermöglichen. Nutznießer sind vor allem die Unternehmen im produzierenden Gewerbe. Denn die ständige Verfügbarkeit von Verbrauchsdaten ist die Voraussetzung für innerbetriebliche Monitoringsysteme, die den Energiekonsum einzelner Maschinen und Anlagen präzise überwachen. Das Unternehmen kann damit direkt auf Marktpreise reagieren, seine Produktion individuell anpassen und unnötige Verbraucher identifizieren und abschalten. Gleichzeitig kann der Energieversorger mit dem Unternehmen in Kontakt treten, um die eigene Netzauslastung zu optimieren. Die EU-Beamten begrüßten die in Südtirol geleistete Arbeit und bekundeten ihr Interesse, die Südtiroler Innovationsinitiative im Rahmen des Projekts Horizon 2020 zu vertiefen und auf andere EU-Regionen auszuweiten. Der SEV nimmt diese Anfrage gern an und wird in Kürze sowohl mit seinen Mitgliedsbetrieben, als auch mit der SEL AG und der Etschwerke AG in Kontakt treten, um gemeinsam europäische Standards zu entwickeln.
 
 
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