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Noch einmal: Der zweite Weg

Führt die große „Flurbereinigung“ in der Südtiroler Energielandschaft – wie versprochen – zu günstigeren Strompreisen?
Offenbar ist das nicht der Fall. „Die Entwicklung der Strompreise in Südtirol ist zunehmend negativ und führt zu immer mehr Belastungen der Haushalte“, schreibt die Verbraucherzentrale Südtirol in einem offenen Brief an Landeshauptmann Arno Kompatscher und Energielandesrat Richard Theiner und warnt zudem davor, „dass die Neuberechnung der Strompreise ab 2016 und die Abschaffung des Geschützten Marktes ab 2018 vermutlich zu höheren Strompreisen führen werden“.

Dazu nimmt der SEV wir folgt Stellung: Eine spürbare Absenkung der Strompreise ist in Südtirol – aufgrund der staatlich vorgegebenen Rahmenbedingungen und dazu gehört auch die Tarifordnung – nur in einem genossenschaftlichen System möglich. Eine Kapitalgesellschaft kann den Strom für Haushaltskunden und vor allem für Unternehmen nicht wesentlich billiger anbieten, als das heute der Fall ist. „Wir haben uns immer dafür eingesetzt, dass Strom aus Wasserkraft als Allgemeingut Betrieben und Haushalten zu Vorzugspreisen zur Verfügung gestellt wird, sagt SEV-Direktor Rudi Rienzner.

Die Umsetzung dieses Prinzips erfordert allerdings einen Umbau der Südtiroler Energielandschaft – und die intensive Nutzung jener Möglichkeiten, die in der Autonomie verankert sind. Wir sollten daher nicht überholten Modellen „hinterherlaufen“, sondern – auch angesichts der europäischen Trends und unseren eigenen historischen Erfahrungen
– innovative Modelle entwickeln. Daher hatte der Verband schon 2013 ein erstes Strategiepapier vorgelegt (Der zweite Weg) – und wurde nicht gehört. 2015 präsentierte der SEV ein weiteres Papier (Energiehandel) – und wurde nicht gehört. „Wenn wir jetzt erneut darauf hinweisen, wollen wir zeigen, dass es tragfähige Alternativen gibt, über die zumindest gesprochen werden sollte“, erklärt SEV-Direktor Rudi Rienzner.


 
 
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