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Eine starke lobby

Am Freitag (22. Juni 2018 ) hat die Vollversammlung des italienischen Verbands der Betreiber von Fernheizwerken und Biogasanlagen FIPER in Rom – an der auch der SEV-Kammerabgeordnete Albrecht Plangger sowie weitere politische Vertreter aus Senat und Abgeordnetenhaus als Referenten teilnahmen – SEV-Präsident Hanspeter Fuchs als Vizepräsidenten bestätigt. Die Delegierten wählten SEV-Direktor Rudi Rienzner zum ersten Mal in den FIPER-Verwaltungsrat, in dem der SEV in den vergangenen Jahren auch mit dem Norbert Kosta (SEV-Verwaltungsrat, Stadtwerke Bruneck) vertreten war, der ebenfalls in seinem Amt bestätigt wurde. Damit hat der SEV seine Position im zentralen Führungsgremium dieses Verbands, dem in Italien 84 Biomassefernheizwerke und 109 Biogasanlagen angehören,  weiter ausgebaut.

 Kein Wunder: Mit 77 Anlagen verfügt Südtirol über die höchste Konzentration von Fernheizwerken in Italien. 46 Fernheizwerke gehören dem SEV an – und damit ist der Südtiroler Energieverband in diesem Marktsegment ein „Schwergewicht“. Die starke Positionierung des Südtiroler Energieverbands im FIPER-Verbund hat noch einen anderen Grund: So arbeiten der SEV und FIPER in der Debatte um die umstrittene Regulierung der Fernheizwerke eng zusammen. So will die Aufsichtsbehörde ARERA die Fernheizwerke einheitlichen Regeln unterwerfen. Der SEV vertritt die Position, dass diese Maßnahmen Südtiroler Heizwerke mit kostspieligen bürokratischen Verpflichtungen belasten – ohne den Verbrauchern einen echten Nutzen zu bringen.

Das gemeinsame Lobbying zeigt bereits Erfolge: So hat die ARERA Zugeständnisse für die Südtiroler Fernheizwerke in Aussicht gestellt – besteht aber gleichzeitig auf der Übermittlung von Daten und Informationen über die Anlagen. Der SEV erhebt diese jetzt direkt bei seinen Mitgliedsbetrieben und gibt die Datensätze an die ARERA weiter. Nur mit diesen Daten kann die ARERA Ausnahmeregelungen beschließen, wie sie der SEV immer wieder gefordert hat. Heizwerke mit bis zu 750 Übergabepunkten und einer Kesselleistung bis sechs MW sollten demnach von der Regulierung befreit und die Regulierung von Anlagen mit bis zu 1.500 Übergabepunkten und einer Kesselleistung von bis zu 50 MW auf ein Mindestmaß beschränkt werden.




 
 
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