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Ein Schritt in die Zukunft

Der SEV expandiert und hat den wohl bedeutendsten Entwicklungsschritt seit der Gründung des Raiffeisen Energie Verbands im Winter 2006 vollzogen. Im Klartext: Der SEV hat zentrale Servicebereiche, die in der Vergangenheit externen Partnern anvertraut worden waren, in das eigene Haus verlagert und sein Personal daher weiter aufgestockt. Beispiele für diese Entwicklung sind der Handel mit Strom und der Aufbau eines eigenen Rechenzentrums. Diese Expansion bedingt eine neue Organisationsstruktur mit den Kernbereichen SEV-Service, SEV-Data, SEV-Mobility und SEV-Trading. Der „neue“ SEV wurde am 28. April auf einer – nicht öffentlichen – Vollversammlung auf Schloss Sigmundskron den Mitgliedsbetrieben
vorgestellt

Konkret: Am 1. Mai 2017 nahm das SEV-Rechenzentrum (SEV Data) die Arbeit auf. Damit übernimmt der SEV die Zählerfernauslese für Stromverteiler sowie die verwaltungstechnische Netzführung und verarbeitet Kundendaten zur Erstellung von Rechnungen. Zur Erinnerung: Seit April 2016 ist der SEV als Händler an der Mailänder Strombörse zugelassen. SEV-Mitglieder können den Ein- und Verkauf von Energie seitdem über den eigenen Verband erledigen. So öffnet der SEV seinen Mitgliedern den Zugang zu komplexen Strommärkten. Übrigens: Wenn Mitglieder den Stromhandel an den SEV delegieren, unterstützten sie nicht nur ihr Unternehmen. Denn die Gewinne aus dem Stromhandel werden – wiederum zum Vorteil der Mitglieder - in die Verbesserung und den Ausbau des Serviceangebots investiert.

„Wir sind jetzt in der Lage, sämtliche Bereiche abzudecken, die für unsere Mitglieder wichtig sind“, erklärte SEV-Präsident Hanspeter Fuchs heute in seiner Begrüßungsansprache. Diese Expansion bedingt eine komplett überarbeitete Organisationsstruktur mit den Kernbereichen SEV-Service, SEV-Data, SEV-Mobility und SEV-Trading. Stichwort SEV-Mobility: Im Frühjahr 2016 hat der Verband mit dem Automobilkonzern Nissan, der mit dem PKW-Modell Leaf das meistverkaufte E-Auto weltweit produziert, ein Full-Service-Angebot ausgehandelt und kann die Fahrzeuge dieses Herstellers an Mitglieder und Nicht-Mitglieder zu Vorzugspreisen weitergeben. Der vom SEV gewährte Preisnachlass übersteigt übrigens den Umfang der Landesprämie für den Ankauf von E-Autos– und wird durch deren Anwendung noch attraktiver.

Dabei ist der SEV nicht „nur“ Serviceanbieter, sondern auch ein erfolgreicher Lobbyist. Konkret: Der SEV vertritt seine Mitglieder und leistet Sacharbeit. So spricht der Verband mit der Ministerialbürokratie und mit Parlamentariern in Rom, mit der Aufsichtsbehörde für Strom und Gas (AEEGSI), mit Entscheidungsträgern der EU-Kommission in Brüssel, mit dem für die Auszahlung von Fördergeldern zuständigen GSE und – natürlich – mit der Südtiroler Landesverwaltung. Dabei geht es
um Schlüsselthemen für die Energiewirtschaft wie die Gestaltung des Stromtarifs, die Höhe der staatlichen Förderungen, Sicherheitsbestimmungen für Kraftwerke, die erzwungene Trennung der Bereiche Produktion, Trading und
Verteilung (Unbundling funzionale) oder neue Regulierungsmechanismen für Südtiroler Fernheizwerke.

Der SEV hört das „Gras wachsen“ und interveniert, als Anwalt seiner Mitglieder, frühzeitig und effizient. „Es ist diese Lobbyarbeit, die uns von anderen Dienstleistern in der Energiewirtschaft unterscheidet“, sagt SEV-Direktor Rudi Rienzner. Beispiel Unbundling funzionale: In enger Zusammenarbeit mit den SVP-Parlamentariern will der SEV Betriebe mit weniger als 25.000 Kunden mit einer De-Minimis-Klausel vor diesem Verfahren schützen. Im Januar 2016 legte SVP-Senator Hans Berger einen mit dem SEV abgestimmten Abänderungsantrag vor – und im kommenden Mai soll der entsprechende Gesetzentwurf im Senat verabschiedet werden.




 
 
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