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Konsultationen in Mailand

17.03.2018
Am 5. März fand in Mailand das Treffen der Arbeitsgruppe zur Ausgestaltung des parametrischen Tarifs statt. Diesem Gremium gehören die Vereinigung der Energiebetriebe (Utilitalia), der italienische Gemeindenverband (ANCI), der SEV sowie Vertreter der Regulierungsbehörde ARERA an. Dabei wurde das jüngste Konsultationspapier zum Thema parametrischer Tarif, auf das der SEV erheblichen Einfluss genommen hat, vorgestellt. 

Wie aus den bisherigen Antwortschreiben zu den Konsultationspapieren zu entnehmen ist, hat sich der SEV vor allem dafür eingesetzt, dass der Übergang zwischen dem punktuellen Tarif und dem parametrischen Tarif möglichst linear erfolgen soll. Dies wurde von der Regulierungsbehörde übergenommen. Die Übergangsfrist soll – wie vom SEV vorgeschlagen – ab 2018 sechs Jahre dauern.

Ebenso hat der SEV wiederholt auf die alpine Geographie des Verteilergebiets hingewiesen, das durch lange Leitungen und wenigen Abnehmern pro Leitungskilometer gekennzeichnet ist. Diesem Punkt wurde von der ARERA sogar zwei Mal Rechnung getragen. Zum einen wird für Verteilerbetriebe im Alpenraum grundsätzlich ein höherer Tarif angewendet, als für Verteilerbetriebe im Flachland und zum anderen wird die Anzahl der Abnehmer pro Leitungskilometer in der geplanten neuen Berechnungsmethode berücksichtigt. Damit werden Verteilerbetriebe mit langen Leitungen und wenigen Abnehmern nicht benachteiligt.

Ebenso wurde vom SEV angemerkt, dass die Verteilerbetriebe in Südtirol erhebliche Geldmittel investiert haben und viele Leitungen unterirdisch verlegt wurden. Den unterirdischen Leitungen wird derzeit nicht spezifisch Rechnung getragen aber von der ARERA wurde ein Berichtigungsfaktor in der Berechnung eingeführt, der Investitionen, die nach dem Jahr 2007
durchgeführt wurden, tariflich anerkennt. Zudem stellte ARERA in Aussicht, dass außerordentliche Investitionen getrennt gefördert werden können. Dazu würden auch Leitungen oder Potenzierungen gehören, die aufgrund von großen anzuschließenden Produktionsanlagen errichtet werden müssen. Der SEV schlug vor, dass neben den Produktionsanlagen auch Verbrauchsanlagen miteinbezogen werden, denn große Abnehmer wie etwa eine Beschneiungsanlage oder eine neue Aufstiegsanlage könnten die Potenzierung eines Netzes unerlässlich werden lassen. Ebenso wurde angeregt, dass Präventivinvestitionen in von Muren und Lawinen gefährdeten Gebieten in die Kategorie der außerordentliche Investitionen, die getrennt gefördert werden können, fallen. Der SEV sprach noch anderen Themen an wie etwa die Dichte von Abnehmern pro Kilometer Leitung und die Vergütung für Anschlüsse im Bereich der Mittelspannung.

Diese Ergänzungsvorschläge des SEV wurden inzwischen in schriftlicher Form bei der ARERA deponiert.




 
 
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