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Einheimisches Holz für Heizwerke

09.06.2015
Der Südtiroler Bauernbund (SBB) und der SEV haben einen neuen Biomasse-Rahmenvertrag unterzeichnet. Damit soll die Nutzung von heimischem Holz in den Fernheizwerken weiter forciert werden – zum Vorteil der Waldbesitzer und der Fernheizwerke, aber auch der Umwelt. 

Für die heimischen Waldbesitzer bedeutet der Rahmenvertrag eine sichere Abnahme des Holzes. „Die Fernheizwerke, die dem SEV angeschlossen sind, verpflichten sich, das gesamte Hackgut aus heimischen Privatwäldern oder aus Wälder im Besitz von öffentlichen oder privaten Körperschaften, zu übernehmen“, erklärte Bauernbund-Obmann Leo Tiefenthaler bei der Unterzeichnung des Abkommens. Die Waldbesitzer müssten dazu nur Mitglied im SBB sein. Zudem wird im Abkommen ein Mindestpreis fixiert: Für Rundholz sind 47 Euro ohne Mwst./Festmeter franco Fernheizwerk zu bezahlen, für Hackschnitzel 22 Euro pro Schüttraummeter.

Doch auch die Fernheizwerke profitieren vom Abkommen, das als Grundlage für viele lokale Lieferverträge gedacht ist. Für sie sind die klaren Lieferbedingungen interessant. Das angelieferte Hackgut muss frei von Nadeln und Reisig sein und eine Holzfeuchtigkeit von unter 35 Prozent aufweisen. Erlaubt ist eine maximale Größe von 80 mm. Das Rundholz muss ebenfalls ohne Nadeln und Reisig geliefert werden.

Mit dem Rahmenvertrag soll die Verwendung von Waldhackgut aus Südtirol weiter ausgebaut werden. „Damit wird ein wichtiger Beitrag zum Umweltschutz geleistet, weil die Biomasse nur über sehr kurze Wege transportiert wird. Und nicht zuletzt bleibt dank der lokalen Kreisläufe die Wertschöpfung im Land“, fasste Tiefenthaler zusammen.

In den Fernheizwerken zeigen die Biomasse-Abkommen Wirkung, wie SEV-Präsident Hanspeter Fuchs berichtete: „Die Menge an verheiztem Holz aus heimischen Wäldern steigt seit Jahren. Und die Tendenz hält an. 308.000 Schüttraummeter waren es in der Heizsaison 2013/14, das sind 22 Prozent der gesamten in den Südtiroler Fernheizwerken verbrauchten Holzmenge.“ Eigentlich sei der Anteil an heimischem Holz noch höher, weil auch jenes aus den Südtiroler Sägewerken dazu kommt. „Dort aber ist der Anteil heimischen Holzes nicht leicht quantifizierbar“, sagte Fuchs.

Neben den Projekttägern Südtiroler Bauernbund und Südtiroler Energieverband unterstützen den Rahmenvertrag die Genossenschaft Südtiroler Sägewerker, die Südtiroler Agrar-Maschinenringservice GmbH und die Autonome Provinz Bozen – Abteilung Forstwirtschaft.
 
 



 
 
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